Die Entwicklungstabelle eurer Babys


Babys Entwicklung vom 1. Monat bis 3 Jahre

1.Monat

Ihr Kind besitzt einen natürlichen Saugreflex, einen Greifreflex (macht eine Faust, wenn man in die Handfläche „drückt") und einen „Laufreflex" (wenn man es z.B. auf den Wickeltisch stellt und leicht zur Seite neigt, dann sollten die Füße wie beim Laufen vorgezogen werden). In diesem Monat ist es zudem in der Lage, den Kopf für einige Sekunden zu heben. Ihr Baby nimmt schon die ersten Geräusche wahr und kann Gegenstände bis zu 25 cm Entfernung sehen. Das erste Lachen ist zwar noch ein Reflex, aber es entwickelt ein Gespür dafür, ob ihm etwas gefällt oder nicht ( Bsp: Kuscheln mit Mama oder Papa ist schön, kalte Luft oder Lärm ist nicht schön).


2.Monat

Wenn ihr Kind nun auf dem Bauch liegt, kann es vielleicht für ca 10 sek den Kopf heben. Dazu stützt es sich unter Umständen sogar mit den Ärmchen etwas ab. Wenn das Kind hochgenommen wird, werden sie bemerken, dass es den Kopf gut mitführt und es versucht ihn grade zu halten. Das Kind kann Gegenstände mit den Augen/dem Kopf verfolgen und reagiert in der gleichen Weise bei Geräuschen. Nun dürften auch die ersten Laute zu vernehmen sein – meist A O etc. Erkennt ihr Kind nun bekannte Gesichter (z.B. Oma/Opa oder Mama/Papa) so dürfte es ein freudiges Glucksen von sich geben. Auch wird das Schreien verfeinert, so dass man nun an der „Schreilage" erkennen kann ob das Kind nun Hunger hat oder einfach die Windeln voll sind. Auch wird es ab nun Nachts länger schlafen und tagsüber eher wach sein.


3.Monat

In der Bauchlage kann ihr Kind den Kopf nun für etwa 1 min oben halten. Dabei wird es sogar schon versuchen mit den Händen nach Spielsachen zu greifen. Spielsachen können zwar schon festgehalten werden, aber das ist noch nicht perfekt. Auch wird es nun nicht mehr die ganze Faust in de Mund stecken, sondern einzelne Finger (z.B. Daumen) bevorzugen. Die Sprache wird um einige Buchstaben erweitert, so dass ihr Kind nun klingt als würde es z.B. „eiei" sagen. Ihr Baby kann nun vergnügt und laut lachen, wenn sie z.B. mit ihm spielen. Ab nun will es richtig beschäftigt werden.


4.Monat

Ihr Kind wird in dieser Zeit wohl versuchen sich aufzurichten, wenn sie es an beiden Händchen nehmen. Das Greifen wird immer besser und ab nun wird alles einem Geschmackstest unterzogen (achten sie bitte ab diesem Zeitpunkt darauf, das nichts in Nähe des Kindes liegt, was verschluckt werden könnte oder giftig ist). Ihr Kind gibt „komische „ Laute von sich –es brabbelt mit sich selbst. Ab diesem Zeitpunkt beherrscht es auch das Kopfheben fast perfekt.


5.Monat

Ihr Kind kann für kurze Zeit aufrecht sitzen und kann dabei den Kopf sehr gut halten. Auch wird es nun versuchen, sich vom Bauch auf den Rücken zu drehen. Ab nun wird nach allem gegriffen was in Reichweite ist, das könne auch mal die Haare oder eine Brille sein . Die Sprache verändert sich abermals: nun brabbelt es Laute wie da, re, de, me. Ihr Kind lernt zwischen den einzelnen Tonhöhe (fröhlich = hoch; ärgerlich= tief) zu unterscheiden. Auch beginnt es nun zwischen bekannten Gesichtern und fremden Gesichtern zu unterscheiden.


6.Monat

Die Rückenlage ist ab nun „out". Ihr Kind wird zunehmend versuchen sich aufzusetzen. Es entdeckt, dass man die eigenen Füße prima zum Mund führen kann. Es kann auch schon 2 Spielzeuge gleichzeitig halten. Zudem werden sie vielleicht feststellen, dass ihr Kind versucht ihre Mimik nachzuahmen. Die Schlafenszeiten verschieben sich etwas, da es nun Nachts gut durchschlafen kann. Tagsüber braucht es aber trotzdem noch seine Nickerchen.


7.Monat

Ihr Kind wird beim Brabbeln nun vielleicht die Buchstabenfolge MAMA oder PAPA benutzen; allerdings ist damit in den seltensten Fällen schon die Person ansich gemeint, sondern es ist ehr eine Aneinanderreihung von bestimmten Lauten. Es beginnt Geräusche zu imitieren (z.B. Auto= Brrrrrrmmm). Außerdem kann es auf Fragen mit Fingerzeigen reagieren: Wo ist der Teddy? Ihr Kind wird es ihnen mit Sicherheit zeigen. Ihr Kind wird gerne verstecken spielen (mit einem Tuch oder einer Decke). Meint es nicht beachtet zu werden, fängt es bestimmt an zu schreien. Ihr Kind kann nun mit den Händen essen und aus einer von ihnen gehaltenen Tasse trinken. Auch mit dem Löffel dürfte es nicht mehr viele Probleme geben.


8.Monat

Ihr Kind kann nun einige Zeit sitzen ohne umzufallen, es dreht sich problemlos vom Rücken auf den Bauch oder auch um die eigene Achse. Es macht die ersten Kriechversuche. Es hört auf seinen Namen und merkt, in welcher Stimmung die Eltern sind. Es beginnt gezielt nach Gegenständen zu suchen (z: B. Bausteine einfach unter ein Kissen legen – ihr Kind wird sie bald finden). In dieser Phase wird es auch versuchen immer das beste für sich herauszuholen. Wenn ihm was nicht passt, dann schreit es eben so lange, bis Mama oder Papa die Lage besser machen. Ihr Kind wird nun vielleicht anfangen zu „fremdeln", d.h. wenn fremde Mensche in seine Nähe kommen, versucht es sich bei ihnen (den vertauten Personen) zu verstecken. Ihr Kind wird ihnen helfen, wenn es aus der Tasse trinken soll. Tagsüber dürft es meist wach sein, abgesehen vom täglichen Mittagsschlaf.


9.Monat

Vom Vierfüßlerstand kann sich ihr Kind bequem aus hinsetzen, wobei es sich dann mit der Hand beim Sitzen abstützt. Krabbeln dürfte ab diesem Zeitpunkt kein Fremdwort mehr sein. Zudem wird nun versucht, sich an allen möglichen Gegenständen hochzuziehen. Es wird ab nun auch gezielt Sachen wegwerfen können und erwartet natürlich, das die Sachen von Mama oder Papa wieder aufgehoben werden. Fingerspiele und Kinderlieder sind nun der Hit bei ihrem Kind. Es wird auf die Frage „ Wie groß bist du?" mit hochreißen der Arme antworten und Doppelsilben, wie Z.B. dada, papa, mama, meme sagen können. Wenn etwas nicht nach dem Willen ihres Kindes geht, so werden sie es ziemlich deutlich hören. Die Tasse kann es nun mit beiden Händen fassen.


10.Monat

Ihr Kind wird nun anfangen seine ersten Schrittchen zu üben. Dazu hält es sich vielleicht noch am Schrank fest und läuft seitlich. Ihr Kind versteht leichte Aufgaben, wie z.B. gib mir mal die Puppe oder wo sind die Augen (Vorsicht, da könnte der Finger dann landen ). Es versteht den Sinn von Nein und schüttelt selber ab und zu den Kopf. Wenn sie ihr Kind gelobt haben, wird es die Handlung bestimmt noch einmal machen, da es gerne gelobt wird.



11./12. Monat

Nun heißt es aufpassen, denn nichts ist mehr vor ihrem Kind sicher. Alleine laufen kann es zwar noch nicht (manche Kinder überspringen allerdings die Krabbelphase und laufen gleich los), aber wenn es eine kurze Strecke überbrücken muss, so schafft es schon mal 1-2 Schritte alleine. An der Hand gehalten, kann es schon ganz prima laufen. Ihr Kind kann sich länger Zeit alleine beschäftigen und lernt immer mehr (z.B. Formen in Eimer stecken). Jetzt sind Mama und Papa nicht nur Wortspiele, sondern die Personen selber. Vielleicht versucht es auch schon bei Musik mitzusingen. Es wird sie oft umarmen, denn es möchte gelobt werden. Es kann alleine aus der Tasse trinken, Brot aus der Hand essen und seine Wünsche gekonnt „durchboxen".


2. Lebensjahr

Ihr Kind lern nun das Laufen und in ein paar Wochen wird nichts mehr sicher vor den Erkundungstouren sein. Es wird versuchen Treppen hoch und runter zu kommen, auf Möbel krabbeln, Türen öffnen und schließen. Ihr Kind wird nun bestimmt gerne mit einem Stift „malen" (vielleicht nicht nur auf einem Blatt, sondern auch mal an der Tapete), es schaut gerne Bücher, hört gerne Geschichten, es will Fußball spielen, Türmchen bauen und wird vielleicht sogar schon versuchen sich selber An- oder Auszuziehen. Es kann am Tisch mitessen, wobei es nicht mehr gefüttert werden will, sondern lieber selber mit dem Löffel hantiert. Bei der Sprache wir ihnen auffallen, das ihr Kind nun versucht ihre Worte Stück für Stück nachzusprechen und vielleicht auch ihren Tonfall zu imitieren. Gegen Ende des 2. Lebensjahr kann ihr Kind vielleicht schon 2 oder 3 Wort-Sätze sprechen. Ihr Kind wird sich selber mit dem Vornamen benennen, z.b. Lisa Schuh. Ihr Kind begreift langsam, dass es in der Lage ist auch selbstständig – ohne Hilfe von Mama oder Papa- etwas zu tun. Daher werden sie vielleicht nun ihr Kind bei bisher unbekannten Zornesausbrüchen erleben, wenn doch einmal etwas nicht so klappt wie ihr Kind gedacht hat. Wundern sie sich nicht, wenn ihr Kind plötzlich nicht mehr viel essen will. Das ist in diesem Alter normal – das Essverhalten ändert sich in diesem Alter rapide.


3. Lebensjahr

Ihr Kind kann nun bestimmt schon auf den Zehenspitzen laufen und hüpfen. Langsame Spaziergänge gehören nun der Vergangenheit an, da ihr Kind lieber vorraus rennt oder zurückbleibt um etwas genauer zu betrachten. Nun müssen sie vor allem im Straßenverkehr sehr vorsichtig sein!!! Seien sie streng und nehmen sie ihr Kind (auch, wenn es nicht will) an die Hand. Noch spricht es von sich selber, indem es seinen Namen benutzt (z.b. Tina Ball haben) aber in nächster Zeit wird es lernen ich zu sagen. Dazu kommen mein, dein, du, mich etc und es wird viele Selbstgespräche führen. Beim Malen kann es nun vielleicht sogar schon einen Kreis und gerade Linien malen. Mit etwa 2,5 Jahren kann die sog Trotzphase beginnen, in der das Kind nicht mehr hören will, sondern nur noch das macht, was es selber will. Es kann aggressiv werden, aber gleichzeitig ist es verängstigt oder verunsichert. Allerdings ist es zärtlich wie nie, möchte kuscheln und den Eltern gefallen. Beim Essen wird es sehr eigen und besteht auf feste Rituale (z.b. Gute-Nacht-Geschichte lesen).