Eisenmangel während der Schwangerschaft, Hilfe
Durch tiefgreifende Veränderungen im Körper einer Schwangeren und wegen des gesteigerten Eisenvebrauchs ist Eisenmangel nicht nur oftmals bei Frauen und Mädchen, sondern besonders häufig bei schwangeren Frauen zu beobachten.
In der Schwangerschaft braucht eine Frau doppelt so viel Eisen wie vorher: für das vermehrte Blutvolumen, den Mutterkuchen und für das heranwachsende Kind. Der Eisenbedarf ist zwischen der 8. und 22. Schwangerschaftswoche am höchsten. Aufgrund des erhöhten Bedarfs an Eisen tritt bei Schwangeren besonders in der Spätschwangerschaft Eisenmangel auf, wenn ihr dem nicht vorbeugt.
Akut erhöhter Eisenbedarf kann durch die Körperdepots und die aufgenommene Nahrung kurzfristig gedeckt werden. Ein solcher Bedarf kann durch Blutverlust entstehen.
Wie kann ich einen Eisenmangel (auch Eisenanämie genannt) erkennen? Häufige Anzeichen, die mit dieser Anämie einhergehen sind: Müdigkeit, Kopfschmerzen, nachlassende Leistungsfähigkeit, Schlappheit, Lustlosigkeit, alles wird anstrengend und belastend, Krankheitsanfälligkeit und Blässe.
Natürlich bieten Medikamente in Form von Eisenpräparaten eine gute Abhilfemöglichkeit. Diese Präperate werden euch von eurem Frauenarzt vor allem dann verschrieben, wenn der Eisenwert (Hb-wert) unter 11 liegt, dann zahlt das auch eure Krankenkasse. Allerdings führt die Einnahme von Eisenpräparaten z.B. zu Verstopfungen, an denen man ja meistens in der Schwangerschaft schon genug leidet oder zu Magenbeschwerden. Vorbeugend sollte deswegen vorallem über die richtige Ernährung nachgedacht werden, damit euer Hb-wert erst gar nicht so weit absackt, dass ihr diese Präparate nehmen müsst. So ist generell zwischen zwei unterschiedlich leicht vom Körper aufnehmbare Eisenformen zu unterscheiden. Zu nennen sind hier Eisen(III) "nicht-Häm-Eisen" zum einen und Eisen(II) "Häm-Eisen" zum anderen.
Diese beiden Formen sind in verschiedenen Nahrungsmittelarten in unterschiedlichen Mengen vertreten:
Eisen(II) "Häm-Eisen" in Fleisch: Rindfleisch, Schweinefleisch, Geflügel, Fisch
Eisen(III) "nicht-Häm-Eisen" in Pflanzlicher Nahrung wie etwa Hülsenfrüchte, Getreidemehl, getrocknete Früchte, grünes Blattgemüse, Kartoffeln und Wurzelpflanzen, Früchte; aber auch Leber und Ei.
Eisen(II) kann deutlich(!) besser vom Körper aufgenommen werden.
Vor allem Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte wie Linsen, weiße Bohnen und rotes Gemüse und Früchte (z.B. rote Beete) liefern Eisen und andere wertvolle Mineralstoffe.
Als natürliches Mittel zur Erhöhung des Eisenwertes hab ich jetzt in der 2. Schwangerschaft die Schüsslersalze für mich entdeckt. Die 12 Basissalze können in der Schwangerschaft bedenkenlos eingenommen werden und haben auch keine Nebenwirkungen. Bei Eisenmangel empfehle ich euch das Salz Nr.3 (Ferrum phosphoricum) 3 mal täglich 1-2 Tabletten entweder lutschen oder in Wasser auflösen ( bitte nur mit Plastiklöffel umrühren, kein Metall) und trinken. Dadurch wird der Wirkstoff noch schneller aufgenommen.
Genrell gilt, dass Vitamin C reiche Nahrungsmittel die Aufnahme von Eisen positiv beinflussen. Zu diesen Vitamin C reichen Nahrungsmitteln zählen zum Beispiel Paprika, Rosenkohl, Kartoffeln und Sauerkraut. Oder ihr trinkt einfach zu jeder Mahlzeit ein Glas Orangensaft. Auch Kräuterblutsaft kann hier weiterhelfen. Zwischen eisenreichen Mahlzeiten und Getränken wie: Kaffee oder Tee sollte mindestens eine halbe Stunde liegen! Gerade schwarzer Tee ist ein ziemlicher Eisenräuber, deswegen solltet ihr darauf verzichten oder den Konsum zumindest sehr gering halten. Auch Milch (oft während der Schwangerschaft als natürliches Mittel gegen Sodbrennen während der Schwangerschaft empfohlen und genutzt) wirkt sich negativ auf die Aufnahmerate von in Nahrungsmitteln oder Nahrungsergänzungspräparaten enthaltenem Eisen aus; deswegen auch lieber eine Stunde warten, bevor ihr Milch trinkt. Auch Calcium (Milchprodukte, Bananen), Magnesium und Phosphat wirken sich ungünstig auf die Eisenaufnahme aus.
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