Meine erste Lebenswoche


30.04.2006

Am ersten Tag nach meiner Geburt muss ich noch echt viel schlafen, alles ist immer noch so neu und anstrengend hier draussen. So viele neue Gesichter und Geräusche, das bin ich ja überhaut nicht gewohnt, in Mamas Bauch war alles so schön dunkel und ruhig.







Einzig der Hund schafft es noch, die Augen offen zu halten. Der Mama geht es auch gut, netter Besuch und ich sorgen dafür, daß keinem langweilig wird.

Und wenn ich jetzt Hunger hab, muss ich mich echt anstrengen. Ich soll an einer Brust saugen. Wie - saugen? Ich dachte, einfach nur schlucken, so wie mein Fruchtwasser. Toll, das hat mir keiner vorher gesagt. Deswegen muss ich erst mal ständig protestieren, vielleicht hilfts ja was? Mama ist schon ganz traurig weil ich soviel weine, wenn ich Hunger hab und trinken soll. Dann setzt die Hebamme ein Hütchen auf Mamas Brust. Sieht lustig aus, und was soll das bringen? Doch es funkioniert, plötzlich fang ich an zu saugen. Die Hebamme meint, durch den extra langen Nippel würde am Gaumen mein Saugreflex ausgelöst. Aha. Klingt komisch, ist wohl aber so.

Cool, da kommt ja echt schon Milch raus, zwar nicht so viel, aber für den Anfang schon mal nicht schlecht. Aber trotz aller Versuche in den folgenden Tagen (begleitet durch mein leises Stimmchen- hi hi) klappt das Essen nur mit Hütchen, obwohl die Mama jetzt schon eine richtige Milchbar hat. Ich glaub, das üben wir noch mal in Ruhe zu Hause, allein mit der Mama.

Am Freitag hab ich meinen ersten Ausflug in meinem schicken neuen Kinderwagen gemacht. Es hat zwar leider geregnet und war sehr kalt, aber die Mama hat mich so warm eingepackt, da konnte ich gar nicht frieren.

Mittlerweile schlaf ich nachts (meistens) zwischen zwei bis drei Stunden durch, damit die Mama auch ein bisschen Schlaf kriegt. Tagsüber schaff ich locker mal vier Stunden am Stück, weil nachts schlafen kann ja jeder.

Meine ersten beiden Untersuchungen U1 und U2 waren auch OK, nur das Blutabnehmen an der Ferse für den Stoffwechseltest und den Billirubingehalt (weil ich ein bischen gelb bin) waren echt fies. Da musste ich glatt mal wieder brüllen wie am Spieß. Das haben sie jetzt davon, arme kleine Babys so zu quälen.

Heute haben mich auch meine anderen Großeltern das erste Mal besucht, extra aus Pforzheim (wo immer das auch liegt) sind sie angereist. Wow, denen muss ich aber wichtig sein. Ich krieg auch noch einen ganz kuschligen Teddy geschenkt, der fast so groß ist wie ich.

Und morgen dürfen die Mama und ich endlich nach Hause, Papa freut sich schon so auf uns. Mal schaun, wie die Mama sich so anstellt, allein mit mir, wenn sie keine Schwestern und Hebammen zur Hilfe hat. Aber zum Glück ist Papa die ersten zwei Wochen auch daheim, da lern ich ihn auch richtig kennen, weil beim Papa kuscheln ist genau so schön- nur leider gibts da nichts zu essen, hab ich schon versucht.

Aber von meinem Leben daheim werd ich euch dann in den nächsten Wochen mehr erzählen...