Sodbrennen während der Schwangerschaft, Hilfe




Sodbrennen zählt zu einer der häufigsten Beschwerden während der Schwangerschaft und kann von einem etwas weichen Pförtnermuskel, der den Magen zur Speißeröhre hin abdichten sollte, herrühren.
Dieser Umstand ist hormonell bedingt. Daher kann nur das sympthomatische Problem (die Magensäure) bekämpft werden.

Ein besonders starker Magensäureghehalt wird durch schwere, fettige und säurehaltige Speisen hervorgerufen; ich hatte z.B. ein riesiges Problem mit Tomaten (in Soßenform, als Suppe oder Lasagne), Bananen und Haferflocken. Daher sollten solche Speisen vermieden werden. Auch auf wenige, üppige Mahlzeiten sollte zugunsten von mehreren, kleinen verzichtet werden. Negativ wirken sich Mehlprodukte und besonders natriumhaltiges (Mineral-)Wasser aus.

Helfen können rohe Kartoffeln, kohlesäurefreies und natriumarmes Mineralwasser oder besser gleich Leitungswasser, Milch ( davon hab ich jeden Tag nen Liter oder so getrunken), gut zerkaute Mandeln und ein Teelöffel voll Kümmel (am besten gleich Wasser hinterher trinken, dann ruschts besser). Zum Schlafen hilft oft ein etwas hochgelagerter Oberkörper...

In besonders schweren Fällen kann auf medikamentöse Hilfe zurückgegriffen werden (z.B. Talcid). Zu beachten ist hier jedoch die erhöhte Belastung für das Kind. Daher ist hier eine Rücksprache mit dem/der Apotheker/-In oder besser dem/der Arzt/Ärztin zu raten.
Aber für alle Leidtragenden: Es gibt ein Ammenmärchen, das besagt, wenn man in der Schwangerschaft sehr häufig unter Sodbrennen leidet, hat das Baby viele Haare- und zumindest bei mir hat das ja gestimmt...